Belle-Sophie Douleur     -     Valentinstagsspecial

Dark Valentine

 

Valentinsfrust – das beschrieb meine Situation im Moment am besten. Überall hingen Herzen in den Schaufenstern und kündigten den Tag der Zweisamkeit an.

Seufzend kickte ich einen kleinen Stein mit meinem Fuß beiseite, der auf meinem Weg lag.

Es frustrierte mich, dass ich seit Monaten in meiner Situation festhing. Sowohl beruflich als auch in meinem Liebesleben. Ich besaß ein Sexleben, darauf beschränkte es sich allerdings. Von Schmetterlingen in meinem Bauch und der großen Liebe war ich weit entfernt. Kurz dachte ich an meine kleine Schwester, deren Freund ihr letztes Jahr im Urlaub, direkt am Strand, einen Antrag gemacht hatte. In weniger als fünf Monaten stand ihre Hochzeit an und auf die Nachfrage, wen ich den mitbrachte, antwortete ich damit, dass ich alleine erscheinen würde.

Schwungvoll warf ich meine blonde Mähne nach hinten, die mir durch den kalten Wind immer wieder ins Gesicht geweht wurden. Wenn ich nicht bald meine negativen Gefühle in den Griff bekam, dann würde mein Herr verdammt böse sein und das wollte ich unbedingt vermeiden. Ich dachte an den Anruf, den ich kurz nach dem Aufstehen von ihm erhalten hatte. Ungewöhnlich, denn normalerweise rief er mich niemals außerhalb unserer Spielzeit an. Ohne viele Worte zu verlieren, zitierte er mich zu sich, mit der Bitte, in meinen schönsten High Heels und knappen Röckchen zu erscheinen.

An seinem Haus angekommen, atmete ich noch einmal tief ein, bevor ich klingelte. Wie jedes Mal nahm mich die Aufregung gefangen und sorgte dafür, dass jede Faser meines Körpers zu glühen begann. Die Tür wurde schwungvoll geöffnet, woraufhin ich brav den Kopf sinken ließ.

»Mel, Mel, Mel«, säuselte er sanft, »Wie ich sehe, trägst du das, was ich dir befohlen hatte. Das ist gut, denn ansonsten hättest du auf deine Überraschung verzichten müssen.« Seine Hand umfing mein Kinn und zwang mich, ihn anzusehen. Noch heute genoss ich diesen Moment, wenn ich zu ihm emporblicken durfte. Seine braunen Augen, mit den kleinen Karamellsprenkeln, faszinierten mich jedes Mal aufs Neue.

Geduldig stand ich auf der kleinen Treppe und wartete darauf, dass er mich hineinbat. Doch mein Herr senkte den Kopf und presste seinen Mund auf meine Lippen. Der Kuss war ungestüm, besitzergreifend und sehr erregend. Ich mochte es, wenn er mich auf diese Weise als seinen Besitz kennzeichnete.

»Ab ins Haus mit dir, mein kleines Miststück«, wies er mich scharf an, nachdem er den Kuss abrupt beendete. Wie gewohnt ging ich durch den langen Flur, direkt in das kleine Zimmer am Ende. Dort befand sich seine kleine Spieloase.

Im Türrahmen blieb ich verdutzt stehen und traute meinen Augen kaum. Die sonst schwarzen Vorhänge waren rot. Auf dem Tisch, der sonst in der Ecke stand und als Ablage diente, standen eine Sektflasche und eine Schachtel Pralinen. Was mich aber vollkommen umwarf, waren die vielen Rosenblätter, die auf dem Boden verteilt lagen.

»Offenbar gefällt es meinem Mädchen. Warum sonst sollte sie im Türrahmen stehen bleiben, anstatt sich auszuziehen und ihren Platz einzunehmen.« Erschrocken fuhr ich zusammen und stolperte geradewegs ins Zimmer. Ich vermied jeden Augenkontakt mit meinem Herrn, denn es war mir mehr als unangenehm. Er hatte sich solche Mühe gegeben und ich vergaß dabei meine gesamte Erziehung.

»Ich wusste gar nicht, wie anstrengend es ist, Amor zu spielen«, amüsierte er sich und trat an mich heran. Inmitten meiner Bewegung hielt ich inne.

»Der Rosenverkäufer an der Straßenecke hat mich ziemlich blöd angesehen, als ich seinen Stand leer gekauft habe«, fuhr er fort. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte.

»Hände hinter den Rücken«, wies er mich an und ich tat wie befohlen. Mein Herr ließ mich mitten im Raum zurück, um eine Schale holen, die auf einer Warmhalteplatte stand.

Neugierig versuchte ich einen Blick zu erhaschen, denn ich war mir unsicher, was nun folgen würde.

»Sekt, Rosenblätter und Schokolade gehören zum Valentinstag einfach dazu, findest du das nicht auch?« Ich schluckte, beeilte mich jedoch mit einer Antwort.

»Ja, Herr.« Mit der Schüssel in der Hand umrundete er meinen nackten Körper einige Male, bis er wieder direkt vor mir stand.

»Sieh mir in die Augen.« Brav gehorchte ich und harrte der Dinge, die nun folgen würden. Stöhnend registrierte ich die zähe Flüssigkeit, welche sich über meinen steifen Nippel legte. Im Gegensatz zu Wachs, der einmal kurz und heftig brannte, blieb dieses Gefühl einen Hauch länger, sodass ich auf etwas anderes schloss. Währenddessen die heiße Flüssigkeit auf meine Nippel geträufelt wurde, beobachtete mein Herr meine Reaktion eingehend.

»Mhm… mir gefällt der Anblick«, säuselte er leicht, stellte das Gefäß aus den Händen und packte energisch meine Hüften. Die Blicke ineinander verwoben, standen wir da. Lediglich mein heftiger Atem und das erregende Knistern waren zwischen uns wahrnehmbar. Ich mochte diese Momente, denn sie riefen den einmaligen Drang, mich ihm vollkommen zu unterwerfen, auf den Plan. Jegliches Denken, Fühlen und Handeln sollte von ihm geführt werden.

»Unser heutiges Spiel heißt: Candlelight Dinner und du wirst mein Menü sein.« Ein fast schon sadistisches Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und sorgte für einen erwartungsvollen Schauer.

Ruckartig wurde ich umgedreht, sodass ich mit dem Rücken zu meinem Herrn stand. Bestimmend fuhr seine Hand über diesen nach oben, bis sie zwischen meinen Schulterblättern stoppte, und mir mit Nachdruck signalisierte, mich nach vorn zu bücken. Durch die gefesselten Hände hinter meinem Körper war diese Position anstrengend, denn ich musste sehr viele Muskeln anspannen, damit ich nicht vornüber fiel.

Sanft glitt er mit den Fingerspitzen über das dargebotene Hinterteil. Sehnsüchtig erwartete ich den ersten Hieb seiner Handfläche auf meinem Arsch. Doch wenn mein Herr eines konnte, dann war es mein Kopfkino zu reizen. Zu wissen, dass ein Schlag bevorstand, jedoch nicht annähernd ahnen zu können, wann man ihn erhielt, konnte einen elektrisieren.

Stöhnend warf ich den Kopf in den Nacken, als mich der erste Hieb traf. Sofort folgte darauf der Zweite. Wärme breitete sich aus, gepaart mit einem leichten Kribbeln. Sie waren harmlos, bereiteten mich lediglich darauf vor, dass er sein Spiel begann. Drei und vier schnellten schon kurz danach auf meine bereits prickelnde Haut und lösten eine Welle an Empfindungen aus, die direkt zwischen meine Beine schoss. Unaufhaltsam sammelte sich der zähe Lustsaft an meinen Schenkeln. Die kleine Pause, die zwischen seinen Hieben entstand, nutzte er, um meine Nässe zu kontrollieren. Zufrieden hörte ich ihn schnaufen und lächelte. Die nächsten vier Schläge waren hart und erfolgten in einer schnellen Kombination abwechselnd auf meinen Backen. Keuchend schob ich ihm meinen Arsch weiter entgegen, denn ich hatte noch lange nicht genug und das wusste er ganz genau. In diesem Punkt war ich das geile Miststück, was er heraufbeschworen hatte. Selbst die dicksten Tränen, die ich in der einen oder anderen Session verloren hatte, änderten nichts daran, es bald wieder zu wollen.

Die Kraft, mit der er die nächsten Hiebe auf meinem Hinterteil verteilte, wuchsen an und die schnelle Abfolge darauf, trieb heiße Tränen in meine Augen.

Bei dreißig stoppte er abrupt, schlang meine Haare um sein Handgelenk und riss mich nach oben. Meine Kopfhaut schmerzte, doch das war mir egal, als seine Lippen meinen Mund berührten. Damit zeigte er mir seine uneingeschränkte Zuneigung, die Bestätigung, dass er stolz auf mich war. Ein kostbarer und wichtiger Moment, der mir alles gab, was ich danach brauchte. Genau diese Bekenntnisse hatten mich damals dazu bewogen, seine SUB zu werden. Er war anders als so mancher DOM, den ich kennengelernt hatte. Bei meinem Herrn stand ich im Vordergrund – meine Lust vor seiner, wie er immer wieder betonte. Wobei das nicht unbedingt richtig war, denn ich wusste genau, wie sehr ihn alleine dieses Spanking innerlich befriedigt hatte.

Zufrieden beendete er den Kuss und sah mich an. Zuerst fiel sein Augenmerk auf die nassen Wangen. Sanft wischte er meine kleinen Tränen fort, fixierte mich aber dennoch. Das eben war nur ein Vorgeschmack, ein Vorspiel, dem einiges folgen würde, das wusste ich. Beinahe zärtlich fuhren seine Finger weiter an meinem Körper entlang. Direkt an der Brustwarze stoppte er, überprüfte sein kleines Kunstwerk aus Schokolade und setzte seinen Weg ungehindert fort.

Seine Schläge hatten mich dermaßen erregt, dass mein Lustsaft bereits an den Schenkel entlangglitt. Mit zwei kleinen Klapsen, jeweils links und rechts, gab er mir zu verstehen, dass ich meine Beine weiter spreizen sollte, um den Zugang zur ermöglichen. Gehorsam kam ich diesem Befehl nach, sodass er einen uneingeschränkten Blick auf meine Pussy hatte.

»Du bist so schön nass, mein Mädchen«, knurrte er sichtlich erregt und versenkte zwei Finger in meiner Spalte. Mit festem Druck legten sie sich auf meinen Kitzler, begannen langsam darüber zu kreisen. Dabei lehnte er seinen Kopf an meinen, wodurch er mir gleichzeitig auch Halt gab.

Angestrengt atmend schob ich mein Becken seinen Fingern entgegen, genoss das Gefühl, welches diese langsame Bewegung auslöste. Heiß und pulsierend breiteten sich die Empfindungen in mir aus. Dass er mich dabei unverhohlen beobachtete, steigerte die Intensität um einiges mehr.

Mein Unterleib begann zu zucken, Muskeln krampften sich zusammen und ich spürte bereits die Vorboten, meines Höhepunktes, auf mich zu rasen.

»Sieh mich an, wenn du kommst«, befahl er scharf. Der letzte Punkt, der mich noch von meinem Orgasmus fernhielt. Mit weitaufgerissenen Augen, den Mund zu einem heiseren Schrei geöffnet, löste sich meine innere Anspannung und ich kam.

Einen Moment lang kreisten seine Finger weiter über den geschwollenen Kitzler, hielten den höchsten Punkt gefangen.

Danach setzte die absolute körperliche Ruhe ein, eine der Sachen, die ich bis jetzt nur hier erfahren hatte. Mit der Zeit weiß man jedoch, dass sie nur von kurzer Dauer war und die Lust alsbald wieder aufflammen würde.

Wieder küsste er mich, überprüfte, ob es mir gutging, und setzte sein Spiel zufriedengestellt fort.

Die Augen auf meine Bürste gerichtet, leckte er sich genüsslich über die Lippen. Und erneut gewann meine Sehnsucht die Oberhand. Ich ging ins Hohlkreuz und bot ihm meinen Oberkörper dar. Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Er bückte sich zu mir und begann mit seiner Zunge über meine Brust zu lecken. Erst jetzt bemerkte ich, wie hart die Schokolade bereits war, und dass sie im Gegensatz zum Wachs, jede kleine Unebenheit ausgefüllt hatte.

»Mhmm… ich mag Süßigkeiten, vor allem, wenn sie an deiner Haut kleben. Ich werde mir viel Zeit damit lassen, die Schokolade von deinen Brüsten zu knabbern. Danach werde ich dich ficken.« Bei seinen Worten lief bereits ein neuer Schwall Nässe aus meiner Pussy, der sich sofort auf meinen Schenkeln verteilte.

Seinen Worten ließ er Augenblick Taten folgen. Sanft umschloss er mit dem Mund meinen Nippel. Die festgewordene Schokolade spannte sich darum und löste eine andere Welle der Erregung in mir aus. Bei meinem Seufzer wechselte er die Seite, offenbar auch, damit die Schokolade in seinem Mund nicht zu schnell schmolz und sein schönes Spiel dahin war. So wurde sie natürlich wieder fest und umfing meine Knospe erneut.

Je mehr mein Herr dieses Spiel mit meinen Nippeln spielte, desto unruhiger wurde ich. Es erregte mich, brachte meine Muskeln zum Zittern und mein Körper schrie förmlich nach Erlösung.

Als hätte er meine Gedanken vernommen, drängte er mich zu der kleinen Liege am Ende des Raumes. Ungeduldig wurde ich, mit dem Gesicht voran, auf das kalte Material gepresst und stöhnte auf. Mir fiel erst jetzt auf, wie sehr mein Herr sie bearbeitet hatte.

Unwirsch schob er meine Beine weit auseinander und drängte sich nur kurze Zeit danach in meine nasse Spalte. Ohne Vorwarnung versenkte er sich der Länge nach in mir. Seine Größe füllte mich komplett aus. Ein heiseres Schnaufen kam über seine Lippen und mir war klar, dass er heute nicht lange brauchte.

Seine Hand packte meinen Zopf, zog mich schmerzhaft nach hinten und begann mich mit harten Stößen zu ficken. Es war hart und würde mir alles abverlangen, damit seine Gier gestillt wurde. Doch für meinen Herrn ertrug ich es gern. Selbst als er immer unkontrollierter wurde und der Schmerz sich zu meiner Lust mischte.

Wie vermutet war es nur von kurzer Dauer, denn mit einem animalischen Schrei verteilte er seinen Saft in mir. Erschöpft sank er auf mir zusammen, ohne sich zurückzuziehen und genoss mit mir gemeinsam die Nachwehen.

»Mhmm… Zieh dich jetzt an und frisch das Make-up auf. Wir beide werden jetzt einen kleinen Ausflug machen und ich bin mir sicher, dass wir beide noch einmal auf unsere Kosten kommen werden.« Er zog sich aus mir zurück, entfernte die Fesseln um meine Handgelenke und ich folgte seiner Anweisung.

Mein Herr hatte mich noch nie ausgeführt. Weder in einen Club oder Ähnliches. Dennoch war ich mir sicher, dass er mit seiner Bemerkung recht behalten würde. Schließlich tat er das immer.